Apfelbiss
Dienstag, September 30th, 2008
Auch in den 60er Jahren war das Wissen um die Wirkungsweise von Äpfeln offenbar weit verbreitet. Wencke Myhre hat ihr Publikum bereits vor 40 Jahren damit beglückt. Wissen mit Biss!
Auch in den 60er Jahren war das Wissen um die Wirkungsweise von Äpfeln offenbar weit verbreitet. Wencke Myhre hat ihr Publikum bereits vor 40 Jahren damit beglückt. Wissen mit Biss!
Im 1. Stock des Straßenbahnrings 12
findet ein aussergewöhnlicher Markt statt.
Mit viel Freude und Leidenschaft haben die “drei Musketiere des Genusses”, Cucinaria, Nöcker Behnk Küchenpraxis und die Jäger & Sammler Küchenmanufaktur diesen Sonntagsmarkt vorbereitet: Es gibt viel zu schmecken, zu riechen, zu sehen und vor allem zu probieren. Zwölf Aussteller zeigen ihre Qualitätsprodukte - Ziegenkäse, Wein, Honig, Lachs, Kräuter und selbstgemachte Wurst. city farming ist auch dabei und beweist unter anderem, wie köstlich Äpfel schmecken können!
Wir ahnten es bereits: denken macht hungrig. Und das, obwohl der Energieverbrauch nur minimal erhöht ist. Die Forscher führen dies im Fachblatt “Psychosomatic Medicine” (online vorab veröffentlicht, wie das Abendblatt berichtet) darauf zurück, dass das Gehirn Glukose verbraucht. Sie vermuten, dass die dadurch verursachten Glukoseschwankungen das Hungergefühl stimulieren.
Merke: wer viel denkt hat viel Hunger und isst demzufolge viel. Zuviel? Es gibt die Möglichkeit, das Richtige zu essen. Kistenweise! Mehr dazu bald hier.
Bildquelle: wiki
Australische Wissenschaftler haben vor ein paar Jahren einen Stromgenerator entwickelt, der von verwesenden Bananen angetrieben wird. Immerhin werden in Down Under jährlich über 20.000 Tonnen Bananen vernichtet, weil sie zerquetscht oder zu klein sind. Das Bananenkraftwerk soll 500 Familien mit Strom versorgen, so die Wissenschaftler von der Uni Queensland,…In dieses kreative Land reiste city farming-Crewmitglied Daniel vor zwei Monaten, um dort ein Jahr zu leben, zu arbeiten und sich seinen Traum zu erfüllen – nämlich einmal auf einer Bananenplantage zu arbeiten.
Er berichtet: „Der erste Arbeitstag. Ahnungslos aber hochmotiviert stand ich morgens bei Sonnenaufgang vor meinem neuen Boss Paul – einem kleinen barfüßigen Italiener – der mich lässig begrüßte und mich sofort mit zwei erfahrenen Kollegen auf den Bananentraktor setzte.
Und so stehe ich dann zusammen mit Richard hinten auf dem Anhänger und versuche mich gut festzuhalten, während Steve uns durch einen riesigen Dschungel aus Bananenpalmen zu der Stelle fährt wo wir heute ernten sollen. Beide hauen sofort mit ihren Zuckerrohrmacheten ein paar große Blätter von den Palmen und legen sie auf den Trailer. Sie sind ein guter Schutz für die Bananenstauden, die wir gleich ernten und auf den Trailer laden werden. Dann bekomme ich meine eigene Machete und es geht los.
Steve guckt mich an und sagt locker: “take that one, it’s ready!“ . Er zeigt dabei auf eine große Bananenstaude, die hoch oben in der Krone einer vier Meter hohen Bananenpalme hängt. Ungläubig schaue ich erst hinauf zu dem riesigen Bündel und dann in sein grinsendes Gesicht. „no worry, mate“ sagt er und zeigt mir wie es geht.
Mit der Machete hackt er vorsichtig über seinem Kopf den Stamm einer Palme an, bis die anfängt, das Gewicht der Krone und der schweren Staude nicht mehr halten zu können. Plötzlich wird mir klar was gleich passieren wird und ich trete schnell einen Schritt zurück – die Krone stürzt auf Steve. Noch im Fallen fängt er das untere Ende der Staude mit seiner linken Hand und zieht sie sich auf den Rücken. Mit der Machete schneidet er blitzschnell die Staude vom oberen Ende der Palme und tritt einen Schritt zurück um die Staude in Sicherheit zu bringen. Erst dann holt er weit aus, um mit einem großen Hieb die Palme endgültig in zwei Teile zu hauen. „that’s it“ sagt er und stellt die Bananenstaude vorsichtig auf dem Trailer ab. Oha.
Nach diesem Tag weiß ich: Bis eine Palme eine erntereife Staude produziert, vergehen 6 Monate. Jede Palme produziert nur eine Staude die bis zu 60, 70 oder sogar 80 Kilo wiegen kann und an der über 100 einzelne Bananen hängen können,…“
Soweit Daniel. Der mittlerweile nicht nur machetensicher ist, sondern auch Crack im einarmigen Strand-Handstand!
PS von Daniel: Die Organic Bewegung in Australien hinkt bestimmt 5 Jahre hinter der in Deutschland - aber der Trend geht in die Richtung!
Japan: Familie Ukita aus Kodaira City
Essenskosten für eine Woche 37,699 Yen bzw. 245 €
Lieblingsspeisen Sashimi, Früchte, Kuchen, Kartoffel Chips
Aus: Hungry Planet
Hören, was in die city-farming Boxen kommt
und vor allem von wem und wie!
Die Gegenbewegung zum Fast Food - darum ging es beim ersten nationalen Festival für Esskultur in San Francisco. 50.000 Menschen probierten, flanierten und diskutieren und erinnerten sich an den Geschmack von Omas Gurken.
Suse Amann berichtet darüber heute im Spiegel: “Wer in San Francisco individuell und cool sein will, der hat es schwer. Denn fast alle Möglichkeiten sind schon ausgeschöpft: Nur eine Minderheit hat bei der vergangenen Präsidentenwahl für Georg W. Bush gestimmt, die Linienbusse sind hybridbetrieben und emissionsfrei und in wohl keiner anderen Stadt der USA sind so viele Fahrradfahrer unterwegs wie hier - gerne auf so genannten Track-Bikes, ohne Bremsen. Es bleibt also nur eins, um sich von der Masse abzuheben: Eat organic! …und die Retter der Esskultur haben sich “am Wochenende zur “Coming-Out-Party der Ernährungsbewegung” getroffen, wie es Anya Fernald ausdrückt. Sie ist die Chefin von “Slow Food Nation”, dem bislang ersten und größten Festival des Essgenusses in den USA.
Für vier Tage haben Biobauern aus allen US-Bundesstaaten auf dem Civic Center Plaza, dem großen Rathausplatz, Stände mit ihren Waren aufgebaut und laden zum Probieren ein. In Workshops werden regionale Spezialitäten mit Anleitung zum Kochen vorgestellt und Tipps zum Kompostieren gegeben.
…Tatsächlich ist es fast Missionarsarbeit, die die Bauern an ihren Ständen leisten: Der Kartoffelproduzent aus Nordkalifornien erklärt in aller Seelenruhe, dass man Kartoffeln kochen, braten oder backen kann. Am Milchstand wird darüber diskutiert, dass die frische Milch so anders schmeckt als fettfreie aus dem Supermarkt und an ihrem Stand mit frischen Gurken verzieht Bäuerin Wendy keine Miene, als ihr eine Besucherin begeistert erklärt, die frische Salatgurke, die sie gerade probiert habe, erinnere sie an ihre Großeltern. Fast scheint es, als ob Amerika seinen Geschmack wiederentdeckt. “
Es gibt sie also, die Gegenbewegung zum schnellen Essen im Stehen!