Archive for the ‘Legenden’ Category

Aphrodite, Iduna und die Äpfel

Donnerstag, November 20th, 2008

DIe Symbolik des Apfels ist vielfältig und interessant. Seit jeher galt des Apfel als Zeichen der Fruchtbarkeit, viele Kerne standen für viele Nachfahren. Auch die runde Form des Apfels wurde rundweg der weiblichen Brust zugeordnet (da gäbe es natürlich auch noch andere Obstsorten,..) und so lag zum Beispiel den Äpfeln der Iduna die Vorstellung von der Mutterbrust der Natur zugrunde, wer von ihnen aß, schien in einen Jungbrunnen getaucht zu sein.

Im griechen Altertum war es der Apfel der Aphrodite, im römischen der Apfel der Venus, im germanischen wurde er Freia zugeordnet, die ja die Göttin der Liebe war. Bei ihr war der Apfel heilig als Symbol der Liebe und des Genusses, der aus dem Liebes-Empfinden erwuchs. Freia hielt den Apfel auf Abbildungen oft in der Hand und wenn wir einen Liebesapfel auf dem Dom erstehen und genießen, beissen wir in ein Symbol, das direkt auf die alten Mythen verweist.

“Greiftst du nach einem Apfel. wirst du in Liebe schwelgen.” So steht es in den byzantinischen Volks-Traumbüchern des Mittelalters.  Und weiter: “Einen Apfel essen oder zu besitzen, verspricht Liebesfreuden mit einer Frau.” Gilt das auch heute noch? Man nehme einen Apfel, betrachte ihn und genieße ihn,…der Rest wird sich finden.

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Königsblüte

Mittwoch, November 5th, 2008

Topaz - allein der Klang des Apfelnamens ist Musik. Der Geschmack ein Genuss für die Sinne. Direkt vom Obsthof Augustin kommen die Äpfel – von einem Obsthof, der seit 300 Jahren in Familienbesitz ist und seit einigen Jahren den anspruchsvollen Demeter-Anbau betreibt.

Im Alten Land werden Äpfel, Birnen, Kirschen und Erdbeeren aufwändig produziert und Sorten wie Topaz sind das Feinste vom Feinen im Bereich Obst.
 

 

 

Der Apfel entsteht aus der sogenannten Königsblüte, sitzt damit dicht am Hauptsaftstrom des Baumes und hat gleichzeitig einen Sonnenplatz. Nur 3 (sprich drei!) Prozent der Ernte kommen dafür in Frage und das Ergebnis ist ein Gedicht, sprich ein Optimum an Geschmack. Saftig, köstlich und lange haltbar.

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Das Salz in der Suppe

Donnerstag, Oktober 9th, 2008

Welches Salz soll in die Suppe? Das einfache, 39 Cent-Salz? Oder eines der feinen Salze, die Feinschmeckers Leidenschaft enfachen? Das Fleur de Sel beispielsweise ist “in”. Es ist das teuerste Meersalz, es entsteht nur an heißen und windigen Tagen als hauchdünne Schicht an der Wasseroberfläche und wird in Handarbeit mit einer Holzschaufel abgeschöpft. Gewonnen wird es unter anderem an der Algarve, in der Bretagne („Fleur de Sel de Guérande“), („Fleur de Sel de Ile de Ré“) und in der Camargue („Fleur de Sel de Camargue“).

Das Salz kommt immer unbehandelt in den Handel. Gourmets schätzen seinen Geschmack, der durch Calcium- und Magnesium-Sulfat-Anteile bestimmt wird, die im Steinsalz nicht enthalten sind. Aufgrund seiner knusprigen Konsistenz wird es z. B gerne für den Salzrand beim Cocktail Margarita verwendet, berichtet wiki.

Bezeugt ist die Salzgewinnung von den meisten Zivilisationen des Altertums und früher. Die Sumerer und Babylonier nutzten Salz zur Konservierung von Lebensmitteln. Das “Weiße Gold” hat später viele Städte zum wirtschaftlichen Erfolg geführt, man denke an Lüneburg, den primären Salzlieferant der Hansestädte. Die Alchemisten arbeiteten mit Salz (Sal),  Soldaten wurden mit Salz entlohnt (Salär), ohne Salz verdarben Lebensmittel - und schmeckte die Suppe nicht. Bereits zu Götterzeiten spielte Salz eine Rolle! Neres, die griechische Göttin des Meeres, hatte Peleus, dem Vater des Achill, das Salz als Hochzeitsgeschenk vermacht. Seither galt Salz als Göttergabe.

Hier und jetzt wird Salz also zur Gourmet Freude. Salze lassen das Herz der feinen Schmecker höher schlagen und den 100g Preis von rund 10,00 Euro verschmerzen. Wer sich den edlen Salzen zuneigt, sollte mit den Hauptzutaten (s)eines Mahls ebenso anspruchsvoll sein. Ein edles Salz rettet keine lieblos zusammengehauene Speise. Und darum plädieren wir erst einmal für beste Zutaten. Beste Frische. Erstklassige Öle. Aromatisches Obst und Gemüse. Und für die Kunst es Einfachen. Eine sonnenreife Tomate auf einem köstlich-kernigen Brot, das kann Glück sein. Gesalzenes Glück, wenn man dann für eine Prise in die wertvollen Salztöpfe greift!

Apfelbiss

Dienstag, September 30th, 2008

 

 

Auch in den 60er Jahren war das Wissen um die Wirkungsweise von Äpfeln offenbar weit verbreitet. Wencke Myhre hat ihr Publikum bereits vor 40 Jahren damit beglückt. Wissen mit Biss!

Göttlich

Montag, August 11th, 2008

Die römischen Gottheiten haben ja bekanntermassen überall mitgemischt. Auch beim Obst. Pomum, die Baumfrucht. Lateiner wissen das. Und wer Pomologen sind, kann man sich jetzt schon denken,….das sind die Apfelkundler.

Pomona, die Göttin des Obstsegens war eine passionierte Gärtnerin. Männern war der Zutritt zu ihrem Garten (was für eine Metapher) streng verboten, offenbar füllte der Job als gärtnernde Göttin sie rundum aus.

Der Vegetationsgott Vertumnus verliebte sich dennoch in die Göttliche und umwarb sie - er war ein Verwandlungsgenie - in verschiedenen Gestalten: als Getreideschnitter, Gespannführer, Winzer und  Obstbauer. Erfolglos. Erst in Gestalt einer alten Frau und mit der Parabel über die tragischen Folgen der Hartherzigkeit gelang es ihm, Pomona zu erweichen.

Die Verführung der Baumgottheit Pomona durch Vertumnus gehört zu den beliebtesten Metamorphosen-Darstellungen in der Bildenden Kunst. Ovid (43 vor Christi geboren) schreibt:

Damals war’s, als Pomona gelebt, die Gärten zu pflegen
Trefflich wie keine verstand der latinischen Hamadryaden,
Die auf Baumesertrag sorgfältig wie keine bedacht war.
Davon ist sie benannt. Nicht Waldungen liebt sie und Flüsse,
Fluren allein und von köstlichem Obst vollhangende Zweige. …
und so weiter.

Um es kurz zu machen: die beiden wurden ein Paar. Die Legende sagt, dass Pomona auch die Geliebte von Picus, dem Vater des Gottes Faunus wurde. Die Männerallergie schien also völlig überwunden. Das Obst und die Liebe scheinen tiefgründig miteinander verwoben. Das war ja auch bei Eva und Adam so.

Was sagt uns das hier und heute? Das römische Erntedankfest trug den Namen der Göttin Pomona. Es wurde im Herbst gefeiert. Die Römer führten das Fest auch in Irland und Großbritannien ein. Dort wurde es zusammen mit dem keltischen Fest Samhain gefeiert und von den Christen dann um 837 zu dem gemacht, was wir heute Halloween nennen.

 

© Foto Stiftung Preussische Schlösser Potsdam